
CO2Card
Art: Kartensystem mit Online-Konto
Status: theoretisch
Form: Chip- oder Magnetkarte zur Identifikation und Verrechnung, persönliches CO2-Guthabenkonto
Zielstellung: Einbeziehung der privaten Haushalte in den Emissionshandel (Private Carbon Trading)
Chronik: Konzeption und Öffentlichkeitsarbeit seit ca. 2007
Funktionsweise:
Entry: Jeder Bürger verfügt über ein individuelles CO2-Guthabenkonto, auf das jedes Jahr gemäß des Reduktionsplans kostenlos CO2-Einheiten überwiesen werden (anteilig pro Kopf).
Exit: Bei jedem Kauf von Treibstoffen und Energieträgern muss die persönliche CO2-Card vorgelegt werden. Die CO2-Einheiten werden vom Konto abgebucht.
Geldfunktion: Pro-Kopf-Emissionsrechte werden als Grundrecht verstanden und als geldwertes regelmäßiges Grundeinkommen ausgezahlt. Durch ständig sinkende Emissions-Obergrenzen (Cap and Share) können die Zertifikate eine Wertsteigerung erfahren (Wertaufbewahrung). Einsatz der CO2-Einheiten als Tauschmittel denkbar, aber nicht vorgesehen.
Markt: hauptsächlich Devisenhandel. Nicht benötigte CO2-Einheiten können am Markt verkauft werden, bei Mehrbedarf müssen Einheiten zugekauft werden.
Steuerung: Menge und Werthaltigkeit zentral und politisch gesteuert; kontrollierter Handel über Online-Kontensystem
Vorbilder/Referenzen:
Richard Starkey: Domestic Trabeable Quotas. Siehe dazu Richard Starkey; Kevin Anderson (2005): Investigating Domestic Tradable Quotas: a policy instrument for reducing greenhouse gas emissions from energy use, Tyndall Technical Report 39, Manchester
David Fleming (1996): Tradeable Emission Quotas. Siehe dazu Fleming, David (2006): Energy and the common purpose, www.teqs.net
Private Carbon Trading: Weitere Artikel und Links
Organisation/Kontakt:
Aachener Stiftung Kathy Beys
D-52062 Aachen
Schmiedstraße 3
Tel. +49-(0)241-40929-0
Fax +49-(0)241-40929-20
info[at]aachener-stiftung.de
http://www.aachener-stiftung.de
Klaus Dosch (Projektleitung)
Tel. +49-(0)241-40929-10
dosch[at]aachener-stiftung.de
